Haartransplantation

Haartransplantation ist die verbreitetste Methode der chirurgischen Haarwiederherstellung. In den meisten Fällen wird Haarausfall durch die erblich bedingte androgenetische Alopezie (AGA) verursacht, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten kann.

Eine Haartransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Haare vom Hinterkopf in die von Haarausfall betroffenen Bereiche des Kopfes verpflanzt werden. Der Haarkranz (die Haare am Hinterkopf und an den Seiten) wird als „Spenderbereich“ bezeichnet. Diese Haare wachsen selbst bei Männern mit starkem Haarausfall ein Leben lang nach.

Die Haarfollikel in den Spenderbereichen unterliegen einer anderen genetischen Kontrolle als die Follikel an der Vorder- und Oberseite des Kopfes und sind nicht von erblich bedingtem Haarausfall betroffen.
Haarfollikel aus Spenderbereichen bilden nach der Transplantation in von Haarausfall betroffene Bereiche neue Haare. Dies ist die wissenschaftliche Grundlage für den Erfolg von Haartransplantationen.

Der Bereich, in den aus dem Spenderbereich entnommene Haarfollikel verpflanzt werden, wird als Empfängerbereich bezeichnet. Eine Haartransplantation kommt für alle Patienten in Frage, deren Haarkranz eine ausreichende Haardichte hat, um Verpflanzungen in die von Haarausfall betroffenen Bereiche vorzunehmen.

Je nach Patient und Größe des Empfängerbereichs sind unter Umständen mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen erforderlich.

Ein auf die Haarwiederherstellung spezialisierter Arzt untersucht unter anderem, wie schnell und in welchem Umfang das Resthaar ausfallen wird. Ein Mann mit progressivem Haarausfall benötigt im Laufe der Jahre unter Umständen mehrere Haartransplantationen, um dem Haarausfall entgegenzuwirken. Bei solchen Patienten überprüft der Arzt, ob genügend Spenderhaar für künftige Transplantationen verfügbar ist. In manchen Fällen kann der Haarausfall zwischen den einzelnen Haartransplantationen durch eine ergänzende medizinische Therapie verlangsamt oder gestoppt werden.

Die chirurgischen Haartransplantationstechniken sind in den letzten zehn Jahren kontinuierlich verbessert worden.
Heute zählt bei Haartransplantationen vor allem ein natürliches Erscheinungsbild.
Ärzte nutzen die verschiedenen modernen Technologien, um ihren Patienten ästhetisch ansprechende Ergebnisse bieten zu können.

Die Nebenwirkungen von chirurgischen Haartransplantationen sind gewöhnlich leichter Art und umfassen leichte Schmerzen und leichtes Unwohlsein in den Tagen nach der Operation, Anschwellen des operierten Gewebes und Schorfbildung. Der Arzt stellt Tipps und Informationen für die langfristige Kopfhaut- und Haarpflege bereit, damit Patienten langfristig das bestmögliche Erscheinungsbild erhalten.