Andere Ursachen bei Haarausfall

Die androgenetische Alopezie (AGA) ist die häufigste Ursache für Haarausfall bei Männern und Frauen, doch Haarausfall kann auch auf eine Reihe anderer Gründe zurückzuführen sein, darunter:

Alopecia areata
Eine Autoimmunerkrankung, die lokal begrenzten, kreisrunden Haarausfall verursacht, der von einer leichten Lichtung bis zu ausgeweiteter Glatzenbildung reichen kann.

Narbige Alopezie
Haarausfall aufgrund einer Vernarbung der Kopfhaut. Häufige Ursachen für narbige Alopezie sind eng geflochtene Zöpfe und andere Haarflechtmuster. Durch die Vernarbung werden die Haarfollikel zerstört, was zu permanentem Haarausfall führt. Schwere Formen der narbigen Alopezie werden häufig durch Schnitt- oder Rissverletzungen der Kopfhaut bzw. durch Brandverletzungen verursacht.

Telogeneffluvium
Eine relativ weitverbreitete Form des Haarausfalls, bei der mehr Haare als gewöhnlich über das ganze Kopfhaar verteilt ausfallen. Sie lässt sich möglicherweise auf hormonelle Veränderungen, auf die Ernährung oder auf bestimmte Medikamente zurückführen.

Loose Anagen Hair Syndrome
Eine Erkrankung, die vor allem hellhaarige Menschen betrifft. Das Kopfhaar sitzt locker in den Haarfollikeln und fällt beim Kämmen oder Bürsten leicht aus. In manchen Fällen tritt das Loose-Hair-Syndrom im Kindesalter auf und verbessert sich mit fortschreitendem Alter.

Alopecia triangularis
Haarausfall im vorderen Kopfbereich, der bereits im Kindesalter auftreten kann, wobei einige bis alle Haare in diesem Bereich ausfallen können. Diese Form von Haarausfall gleicht in ihrem Erscheinungsbild dem Frühstadium der androgenetischen Alopezie. Die Ursache der Alopecia triangularis ist nicht bekannt, es gibt jedoch erfolgreiche Behandlungsmethoden.

Trichotillomanie
Zwanghaftes Haareausreißen. Dies reicht vom unbewussten Auszupfen von Haaren beim Lesen oder Fernsehen bis zum rituellen Ausreißen von Haaren in bestimmten Mustern. Im Laufe der Zeit kann Trichotillomanie zu narbiger Alopezie und permanentem Haarausfall führen. Haarausfall durch Trichotillomanie lässt sich in der Regel nur durch die Lösung der zugrunde liegenden psychologischen oder emotionalen Probleme behandeln.

Infektion der Kopfhaut
Bakterien, Pilze und Viren können die Haarfollikel schädigen und Haarausfall verursachen. Vor der Haarwiederherstellung muss die Infektion diagnostiziert und behandelt werden.

Einige Auszüge stammen von der International Society of Hair Restoration Surgery
www.ISHRS.org © 2004.